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Der Psalter

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© Christian Hofius
Juni 2014
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Sigmund Hemmel

1544 ist Hemmel erstmals in der Stuttgarter Hofkapelle unter Herzog Ulrich als Tenorist mit 30 Gulden Gehalt nachweisbar. Beginnend mit dem
Neujahrstag 1552 übernahm Hemmel den Kapellmeisterposten mit einem Gehalt von 50 Gulden.
1554/55 wurde der Bassist Philip Weber der Nachfolger Hemmels als Kapellmeister. Im selben Jahr war Hemmel auf Sängersuche gewesen, auch übergab er der "singerey vier gesang thamas" (Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A282, Bd.1292). Am
8.Mai 1561 wurde Hemmel Vater einer Tochter namens Anna, Taufpatin war die Frau des Kapellmeisters Weber, Agnes Weber. Diese wurde auch die Patin der Tochter Agne, die am
27.August 1562 im Taufbuch von Stuttgart als Tochter von Sigmund und Barbara Hemmel eingetragen ist.
1563/64 lieh sich Hemmel 50 Gulden. Von den jährlich vereinbarten Rückzahlungen von 10 Gulden konnte er nur noch 15 Gulden zurückzahlen. Aus dem Jahrgang
1565/66 ist zu erfahren, daß "Sigmund Hemeln tenoristen unnd altisten [...] nur da halb jar erlebt. [...] uf beyligennd decret o im ynneren angehefft. Ist seiner hausfrawen die gannze besoldung gereicht laut quitung L gld" (Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 282, Bd.1301). Gleichzeitig wurde seiner Witwe Barbara die Restschuld von 35 Gulden erlassen, weil Hemmel "das gannz psalterium teutsch quatuor vocum componirt unnserm gnedigen fursten vnnd herrn vbergeben" (ebd.).

Ende August 1565 muß Hemmel getsprben sein. Am
7.Januar 1568 erhielt Barbara einen Gulden und 30 Kreutzer au dem Kirchenkasten für einen polierten Schieferstein, mit dem ihr Mann komponiert hatte. Zur Drucklegung, für Korrektur und sonstige Fertigstellung der deutschen Psalmen bekamen etliche Kapellmitglieder
Anfang Jan.1570 zehn Gulden: "Den xiiii januarij ettlichen cantoribus welche Sigmund Hemels säligen psalmen korrigiert vnd in truckh gechriben zuuerehrung vnd ergözung irer gehabten mühe vnd arbait laut decrets vnd quit x gld." (Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A282, Bd.1305).

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